16.09.12

Fast eine Woche Kasungu


Die letzten Tage sind irgendwie ruhig und entspannt verlaufen. Der krasse Kulturshock oder physische Umgewöhnungsschwierigkeiten sind bisher erstaunlicherweise ausgeblieben und so fühlt es sich schon fast ein bisschen normal an hier im Haus zu wohnen.

Am Freitag haben wir es geschafft unsere Hintertüre auf zu machen und können nun auch nach hinten raus in den „Garten“. Die Nächte sind noch etwas unerholsam. Wir gehen beide tendenziell etwas früher ins Bett. An dieser Stelle merkt man schon, dass über 1000 Höhenmeter und das ungewohnte Klima müde machen. Leider ist der Schlaf nicht so extrem erholsam, da nachts die streunenden Hunde ein ausgiebiges Bell- und Heulkonzert veranstalten und ab morgens um 7 Uhr (auch Sonntags) die mobilen Verkäuferinnen durch die Straßen laufen und lautstark ihre Waren anpreisen.

Das Gelände auf dem wir wohnen gehört zum TTC und alle Häuser rund herum sehen genau aus wie unseres, jeweils mit einem kleinen Angestelltenhaus im Garten. Das kleine Haus auf unserem Grundstück ist an einen Lehrer der Demonstration-School vermietet. Unsere Nachbarn scheinen alle sehr nett und offen und natürlich auch schon an die Azungus gewöhnt. So haben wir schon die volle Unterstützung von unserem Nachbarn für das Zaun-Projekt. Außerdem kann er weiterhin ¼ des Grundstücks für seinen Mais verwenden, wobei ich hoffe, dass er dann auch mal unser Gemüse gießen kann :)

Das Wasserproblem ist ein kleines bisschen besser geworden, auch wenn es unendlich nervt kein Wasser zu haben wenn man putzen will. Strom gibt es nun schon ganze zwei Tage in Folge :).
Am Freitag haben wir von früh bis spät das Haus geputzt (4 Freiwilligen-Generationen haben ihre Spuren hinterlassen). Abends sind wir dann mit Jörn und Ole ins Chico-Hotel gefahren und haben sehr gut gegessen. Das Chico ist ein bisschen die Oase für uns mit grünem Rasen, einem kleinen Pool, gutem Essen und angenehmem Service. Definitiv ein Ort an dem man sich hin und wieder ein bisschen erholen kann, wenn wir Kasungu nicht verlassen wollen.

Am Samstag sind Medina und ich dann mit den Fahrädern auf den Markt und in die Stadt zum Einkaufen gefahren. Kasungu wird langsam übersichtlicher :) ! Nur die Fahrräder sind grauenhaft. Völlig kaputt, viel zu klein, nichts funktioniert. Ich denke ich werde Oles Peugeot-Fahrrad abkaufen.
Medina hat seit Samstag etwas Fieber und wir waren gleich Sonntagmorgen mit Jörn beim Arzt. Immerhin keine Malaria!
Nächste Woche will ich dann mal beginnen unseren Garten zu säubern und die Beete vorzubereiten. Wenn alles klappt und wir einen kleinen Beet-Zaun aufstellen, können wir gleich ende der Woche Basilikum, Cherry-Tomaten, Schnittlauch, Möhren und anderes pflanzen. (Der Norweger Ole vermacht uns einen Teil seiner Pflanzen).
Morgen geht es dann endlich am TTC (für Medina an der Deomnstraion-School) los.

Bilderalbum ist auch ein neues online!

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