27.05.13

Kasungu Nationalpark & Championsleague-Finale in Lilongwe


Fast drei Wochen am Stück habe ich es jetzt im beschaulichen Kasungu ausgehalten um nach all dem Reisen ein wenig runter zu kommen.
Wie schon im letzten Eintrag angedeutet habe ich mich aber keinen Tag lang genlangweilt.
Vor einer Woche waren wir dann also im Kasungu Nationalpark. Till und Drew sind Samstags morgens mit dem MicroFlight von Drew zum Park rüber geflogen. Judith, Esther, Brandon und ich sind im Auto bis zur Lodge im Park gefahren. Dort angekommen wurden die Zelte aufgeschlagen und Brandons Geburtstagskuchen angschnitten...
Ich muss wirklich sagen dass der Kasungu NP meine Erwartungen Landschaftlich bei weitem übertroffen hat. Bisher hatten mir alle davon abgeraten her zu kommen, umso überraschter war ich eine so hübsche Lodge vor zu finden.
Außerdem zeigt der Park wie grün, bewaldet und dicht bewachsen es eigentlich um Kasungu sein müsste. Durch die Nutzung von Holz als Brennmaterial (Kochen, Heizen, Ziegel brennen) ist die Region um mein afrikanisches Zuhause weiträumig abgeholzt.
 
Judith, Brandon, Till, Esther beim Kuchen

Truck Richtung Sunset 
Sunset mit Brandon, Esther, Till, Judith, ich



Die Lodge wird momentan von einer Holländerin als Volunteer-Projekt gemanaged. Nebenbei kümmert sich die passionierte Tierschützerin auch um den Park. Gemeinsam mit zwei Volunteers aus den Niederlanden und aus Frankreich versucht sie die reputation des Parks langsam wieder aufzubauen, auch wenn es noch Jahre dauern wird, bis wieder vermehrt Touristen und Einheimische die Region besuchen werden.
Auf dem über 2300 Quadratkilometer großen Gelände des Parks gibt es aufgrund jahrelanger Wilderei kaum noch Tiere. Die verbliebenen Elefanten werden nun so gut es mit dem kleinen Budget und den hiesig ausgebildeten Rangern geht vor Wilderern geschützt. Außerdem gibt es neben unzähligen Vögeln, Affen auch Hippos und Büffel.
Unter Umständen unterstütze ich den Park in den nächsten Monaten auf Freiwilligenbasis ein wenig mit Webdesign und Onlinemarketing...
Reception

US-Army Futter zum Testen
Am Sonntag verbrachte ich dann einen ruhigen aber interessanten Tag voller Gepräche und Projektideen mit Drew und den beiden Volunteers aus dem Park, bis ich dann um 16 Uhr den Nationalpark mit Drew im MicroFlight zurück Richtung Kasungu verließ.

Flieger fertig machen...


Ich und Drew nach der Landung

Mount Kasungu (wie ihr sehr es wird wieder Gelb)

Unter der Woche trafen wir uns dann wieder zu Filmabenden, Doppelkopf oder zum Kochen... Dienstags traf ich Jörn seit längerer Zeit wieder dessen Urlaub am kommenden Montag endet.
Am Donnerstag ging es dann nach der Arbeit schon Richtung Lilongwe, da ich am Freitag Vormittag einen Termin mit meiner Koordinatorin Renata hatte. Abends bin ich mit Judith in gemeinsamen Erinnerungen an Awassa (Äthiopien) Äthiopisch essen gegangen.
Mit Judith beim Äthiopier
Freitags war ich dann einige Stunden bei CCODE (NGO), wo ich bereits in meiner aller ersten Woche in Malawi Netzwerkprobleme analysieren sollte. Abends ging es dann zu einem neuen Inder essen (bestes Indisch EVER – sorry ans A1 in Mzuzu ;) ), danach via Diplomats ins Harrys feiern...



Am Samstag fuhren wir nachmittags gemeinsam in die Botschafter-Residenz, um bei den Vorbereitungen zu seiner Veranstaltung zum Championsleaguefinale zu helfen.
Großartiger Abend mit über 80 Leuten am Pool, vor der 4x5m Leinwand, bei Weizenbier und Schnitzel. Nur der das Spiel hätte anders ausgehen dürfen....
Lena, Phil, Susi, Nina und Jan

Susi, Nina, Hendrik und Lena beim Botschafter

4x5m Leinwand in der Botschafterresidenz


Nachts ging es dann noch auf die Fullmoon-Party in Kumbali-Village (hier waren wir in der ersten Woche Brunchen).

Feierei in Kumbali


Am Sonntag Nachmittag ging es dann in der mit der Mitfahrgelegenheit zurück nach Hause.
Am TTC versuche ich nun existierende Projekte zu Ende zu führen und alles in den letzten anderthalb Monaten soweit möglich zu übergeben. 

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