07.05.13

Familie, Besuch, Reisen...



Es ist gut einen Monat her, dass ich das letzte Mal geschrieben habe –
sieben Wochen Besuch und über 6000km Reisen durch Malawi ließen wenig Zeit längere Einträge zu verfassen.
Die letzte Wochen waren unglaublich Erlebnisreich und voll von Eindrücken. Um selber noch Alles zusammen zu bekommen habe ich wieder eine Karte angelegt und versuche mich mal an den Fotos entlang zu hangeln...
Nachdem Frank von Mitte März bis April bei mir zu besuch war, kam gleich zwei Tage später mein Bruder Simon – nach einem 7 Tägigen Abstecher in Äthiopien – um mich drei Wochen in Malawi zu besuchen.
Am 02.04 sparte ich dann wieder das Taxi, denn Rusty, eine Bekannte aus Lilongwe der ich hier und da schon mal einen gefallen getan hatte fuhr mich zum Flughafen wo Simon schon auf mich wartete.
Die ersten Tage blieben wir dann in Lilongwe und machten uns Mitte der Woche auf den Weg nach Kasungu.

Simon auf dem Kasungu Mountain

Kasungu

Simon auf dem Fahrradtaxi


Am Wochenende war dann Feierei – das jährliche Älter werden musste rein und raus gefeiert werden.

Rieke beim DJ

Reinfeiern

Essen

Geburtstagskuchen

Simon & Ich

Sonntags wollten wir dann Richtung süden los – allerdings machte mir meine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung und wir konnten erst am Montag nach zwei Arztbesuchen und nachlassenden Gliederschmerzen den Bus Richtung Zomba-Plateau nehmen.

Simon und ich auf dem Zomba Plateau

Zomba-Plateau


Zomba-Sunset


Von Zomba aus ging es dann mit dem Minibus nach Monkeybay wo wir in einer sehr einfach Lodge übernachteten. Den Joker zog ich dann noch mit dem Bett - definitiv das Grauenhafteste in dem ich je schlafen musste. Die Matratze-Lattenrost Zusammenstellung lässt sich ziemlich perfekt mit der Kombination Bettlaken auf Bambusleiter vergleichen. Nachts übernahmen außerdem die Tiere die Herrschaft über das Gelände – schlaflos auf meiner „Bambusleiter“ lauschte ich den interessanten Geräuschen der Hippos und Krokodiele am Strand.

Moregns standen wir dann um 5 Uhr auf um den ersten Bus zu erwischen und kamen schon gegen 10 Uhr in der Cool-Runnings-Lodge wo wir es uns zwei Tage auf den liegen am Strand bei besten Drinks gut gehen ließen.

Simon am Strand in SengaBay

Brandung in SengaBay

Sunrise

Urlaub :)


Am Wochenende ging es dann wieder nach Lilongwe und Samstags holte ich erst den Mietwagen und dann meine Eltern vom Flughafen ab.

Fmilienzusammenkunft am Flughafen
Nach den ersten Eindrücken in Malawi ging es dann gleich am Sonntag Richtung South-Luangwa in Sambia.
Safari :) ... gleich am ersten Tag haben wir Elefanten, Zebras, Hippos, Büffel, Giraffen, Krokodile, Leoparden, Löwen und unzählige andere Tiere gesehen.

Fotocollage aus Sambia - South Luangwa

Tour nach Sambia






Sunset in der Lodge in Sambia

Sundowner im Nationalpark auf Safari


Mitte der Woche ging es dann die längste Strecke von Sambia in den Norden Malawis nach Mzuzu und Abends nach Nkatha-Bay. So war jedenfalls der Plan.
Morgens um 6 Uhr logefahren hat es aber gleich eine Alufelge in einem der metertiefen Schlaglöcher zersägt.
An der Sambisch-Malawischen Grenze meinte der Jeep dann außerdem dringend zwei Liter Kühlwasser ausspucken zu müssen. Also entschieden wir nach Lilongwe zu fahren und die 150km Umweg in Kauf zu nehmen um das Auto zu tauschen und Nachmittags nach Mzuzu zu fahren. Mit 2 Nachgefüllten Litern Wasser verhielt sich das Auto bis Lilongwe dann aber vorbildlich und auch der Vermieter konnte keine Mängel entdecken...

Boxenstopp
Also sind wir im Jeep mit Volldampf nach Mzuzu gesegelt wo wir uns Abends mit Hassan, Marlene und Vally zum Essen trafen. Nach der Stärkung beim Stamm-Inder ging es dann weiter nach Nkathabay wo wir nach ein paar Bier am Wasser alle todmüde ins Bett fielen.
Dinner im A1 in Mzuzu

Mayoka - NkathaBay

Nach einem ganzen Tag in der traumhaften Mayoka-Lodge und einem tollen Zimmer-upgrade fuhren wir am Donnertag via Kande-Beach nach Salima – SengaBay in die Cool Runnings Lodge wo schon der letzte Abend mit meinem Bruder gekommen war. Ein letztes mal See... X letzte Gin-Tonic, bis es dann am Samstag wieder zum Flughafen ging.

Mayoka

Einbaum fahren mit Simon :D

Kande-Stop

Kande Beach

Abflug am Samstag

Mit meinen Eltern ging es dann weiter vom Cool-Runnings via Mua-Mission (der Ort wo mein Kulturseminar im Dezember war) nach Cape Maclear (hier waren wir Silvetser) in die Gecko-Lodge, wo wir am Folgetag eine Bootstour mit Grillerei auf der Insel, Schnorcheln und Seeadler Fütterung unternahmen. Weiter ging es dann nach zwei Tagen zum Makokolahotel in Mangochi, nach Zomba auf den Markt, den Botanischen Garten und auf das atemberaubende Zomba-Plateau.

Vom Flughafen Lilongwe zurück nach SengaBay

Cape Maclear

Sonnenuntergang in Cape

Inseltrip

Gegrillter Fisch

Im Botanischen Garten in Zomba

Hühnertransport auf dem Markt in Zomba

Markt in Zomba

In Zomba, wo es generell etwas frischer ist, bemerkte ich dann auch die ersten kalten Tage der Coldseason. Das Wetter ändert sich – die Landschaft wird langsam wieder Gelb, der Mais ist geerntet und es wird kühler. Nach einer angenehmen Nacht und fantastischem itaienischem Essen in der Casa-Rossa Lodge stand der fast tägliche Abstecher zum Reifendruck checken an. Kompressoren haben nur sehr wenige Tankstellen und die brauchen dann ungünstiger Weise auch noch Strom. Mit vollem Tank ging es dann über die Schotterpiste weiter nach Blantyre.
Von Blantye habe ich ja schon berichtet. Wirkliches Großstadtfeeling. Shoppingmalls. Das einzige Kino Malawis. Wir hatten ein hübsches ruhiges Hotel auf einem der vielen Hügel mit taumhafter Sicht über die Stadt.

Cafe in Blantyre
Von BT aus ging die letzte Etappe Richtung Süden dann bis nach Mulanje an den Mount-Mulanje wo wir wieder traumhaft untergebracht waren und zu den Wasserfällen wanderten.

Teeernte in Mulanje

Teeplantagen vor dem Mount

Wohnzimmer in der Lodge

Wasserfall


Ich an den Pools

Auf dem Weg Richtung Norden fuhren wir dann über den Golomoti-Pass und machten noch einen Stop in der sehenswerten Dedza-Töpferei mit angegliedertem Italienischen Cafe bis wir dann kurz vor Sonnenuntergang in Lilongwe ankamen.
Abends ging es dann noch ein bisschen feiern und Samstags fuhren wir nach Kasungu.

Dedza Pottery

Ich und Carmina im Cafe

Garten der Töpferei

Home sweet Home - Kasungu

TTC
In der letzten Woche konnte ich dann meinen Eltern mein alltägliches Leben in Kasungu zeigen. Meine Arbeit, Wohnsituation, Grundstück und Haus, den Markt und all die Orte an denen ich immer wieder bin. Am Sonntag wurde dann mit allen Freunden aus Kasungu bei mir Zuhause gegrillt.

Tom bereitet das Grillfleisch zu

Grillerei bei mir in Kasungu

Hirseente bei Till

Besuch im Büro

Meine Fahrradwerkstatt

Mein Fleischer in Kasungu

Fahrradtaxen

Transport


Mittwochs war dann Feiertag und wir fuhren mit dem Auto noch mal an den See nach Nkotakota in die Pottery in der ich ganz zu Anfang meines Malawiaufenthaltes mit Ole und Medina schon einmal gewesen bin.

Hier noch ein paar Bilder von einem der letzten Reifenwechsel auf der Tour. Mit Hammer und Meißel auf die Alufelge :D ...ich hatte schmerzen beim zusehen...




So ist die Zeit doch wieder verflogen und am Samstag habe ich dann meine Eltern zum Flughafen gebracht und Nachmittags auch das Auto wieder abgeben müssen. Sonntags ging es dann mit Esther und Drew zurück nach Kasungu, wo wir uns Nachmittags zu sechst auf dem Golfplatz trafen.
Nun wartet wieder das alltäglichere Leben hier in Malawi auf mich auf das ich mich durchaus wieder freue. Ein bisschen Erholung durch Routine und Alltag nach all der Reiserei kann nicht schaden. Außerdem muss ich immer wieder feststellen, dass mein Haus in Kasungu wirklich mein Zuhause ist und ich mich hier (auch alleine) verdammt wohl fühle.
Es sind wirklich nur noch 2,5 Monate am TTC. Dann ist das Schuljahr vorbei und mein Aufenthalt in Kasungu neigt sich dem Ende.
Für die nächsten Wochen versuche ich aber nochmal ein paar Projekte am TTC aufzuziehen.

Als Übersicht:
Die Tour mit Frank und die mit meinem Bruder und die mit meinen Eltern

Tour 1

Touren 2 und 3
P.S.
Für alle mitlesenden Spender:
Die Spendenaktion ist ein unglaublicher Erfolg geworden, ich Danke euch allen sehr, sehr herzlich und werde mich natürlich nochmal bei euch persönlich mit Details melden :)

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