07.03.13

Livingstonia



Nach einer ganz normalen Woche in Kasungu ging es am Freitag dann auf den Weg nach Mzuzu. Im Bus traf ich auf Lena, ihre Schwester plus Freundin, Hendrik, Steffen und Phil, die in Mzuzu aber sofort weiter nach Kande gefahren sind. Ich traf in Mzuzu dafür auf Rieke, Lusise, Mara, Henrika, Nelson und Hassen die erst am Samstag nach Kande wollte und auf Marlene und Julian. Nach dem klassischen indischen Abendessen beim Inder in Mzuzu kamen dann auch noch Fritz und Ruben und die Livingstonia-Reisegruppe war komplett. Dann sind wir erst mal alle zusammen feiern gewesen. Nach drei Stunden Schlaf sind wir dann bei Marlene um 6 Uhr an den Frühstückstisch gekrochen und haben uns auf den Weg nach Livingstonia begeben. Ca 150km abenteuerlicher Minibusfahrt (diesmal Serpentinen mit qualmenden Bremsen) später sind wir Mittags in Chitimba am Fuß des Livingstonia-Berges angekommen.
15km Aufstieg und über 1000 Höhenmeter mit Gepäck erwarteten uns.
Glücklicherweise trafen wir ganz zu Anfang auf zwei Malawier die einen Hund auf den Berg bringen sollten und uns den Weg zeigten. Dies war besonders deshalb Vorteilhaft weil sie die SHORTCUTS –Unwort des Wochenendes - (Abkürzungen) den Berg hinauf kannten. Jene sind zwar teilweise höllisch steil, anstrengend und mit ein wenig Klettern verbunden, dafür ist man aber deutlich schneller oben als als über die Serpentinenstrecke.
Nach knapp unter 2 Stunden Kampf kamen wir an der Lukwe-Lodge an und wurden von der Terasse aus mit einem fantastischem Ausblick über die Landschaft und den See belohnt.

Unsere durchweichten Klamotten behielten wir gleich an und gingen nach einer kurzen Pause weiter an Malawis höchste Wasserfälle. Zu einer Grotte  hinter einem der Fälle, an einem der Fälle konnte man sich unmittelbar neben die Felskante setzen an dem das Wasser hinunter schießt und an einen Aussichtspunkt von dem alle Fälle zu sehen waren. Kurz vor Einbruch der Dunkelheit waren wir dann wieder in der Lodge und sprangen alle erst mal unter die Dusche. Nach einem leider etwas mäßigen Abendessen ging es dann auch etwas früher in die Betten.



Morgens wurden wir dann vom prasseln des Regens geweckt und als dieser ein wenig nachgelassen hatte öffnete ich den Vorhang unseres Chalets und konnte aus dem Bett den atemberaubenden Blick über das Grün bis auf den See genießen.
Gestärkt durch ein Pfannkuchen-Frühstück gingen wir dann hoch bis nach Livingstonia, wo wir im Stonehouse Mittag aßen, das Museum der Livingstonia-Mission (1873) bestaunten und auf den Kirchturm kletterten.
Nachmittags stiegen wir dann wieder bis nach Chitimba ab und kamen erst bei Dämmerung nach unzähligen SHORTSCUTS (meist Wasserrinnen) völlig erschöpft unten an.
Einige Kilometer weiter trafen wir dann auf die Freiwilligen aus Chilumba in einer kleinen Strand-Lodge wo wir von der unglaublich netten Besitzerin auch noch etwas zu essen bekamen.
Mit dem Taxi ging es dann bis nach Chilumba, dem nördlichsten Einsatzplatz in Malawi, wo die Freiwilligen ohne Strom und fließend Wasser wohnen.
Am Montag machten wir uns gleich wieder auf den Weg nach Mzuzu, bis ich dann spät, völlig entnervt und fertig nach über 500km in Kasungu ankam. Dort bin ich dann  und von Till am Busbahnhof abgeholt worden und konnte bei Till und Judith übernachten :).
Am Dienstag ging es dann früh gleich am TTC weiter und ich bekam vormittags Besuch von der Länderkoordinatorin Renata.
Den Rest der Woche verbringe ich jetzt am TTC und zuhause mit Erholen, Einkaufen und Waschen...
Am Wochenende werden wir mit allen Freiwilligen die Lust haben in Kasungu feiern :)

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