08.01.13

Reisen die Zweite

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Frohes neues Jahr euch allen :)
Ich bin seit gestern wieder zurück in Kasungu und wieder in meinem Projekt.
Die letzten Wochen ist viel passiert und ich habe unglaublich viel erlebt. Nach 4 Wochen mit dem Rucksack auf dem Rücken bin ich froh nun wieder in meinem Bett schlafen zu können und mein eigenes Zimmer zu haben. Obwohl ich nun nicht nur ein eigenes Zimmer, sondern gleich ein ganzes Haus für mich alleine habe. Meine Mitbewohnerin Medina wechselt ihr Projekt und so werde ich wohl ab sofort alleine in Kasungu wohnen. So ganz hat mich die Idee des alleine Wohnens noch nicht überzeugt, aber ich werde mich schon daran gewöhnen. :)
Aber von vorne...
Nachdem wir aus Mua von unserem Kulturseminar zurück waren fand am Samstag erst mal die sehr gelungene Poolparty im Haus des Botschafters statt. Es waren viele junge Leute da, auch viele unserer Freiwilligen, ein DJ legte für uns am Pool auf......gelungene Party. Sonntags ging es dann mit dem Bus nach Kasungu wo ich Medina und ihre Eltern getroffen habe und wir gemeinsam für Weihnachten am Montag (24.12) via Nkotakota nach Kande Beach gefahren sind. Am 24. gab es dann nachmittags Bescherung auf der Terrasse unseres Lodgezimmers in Kande, danach fuhren wir nach Chinteche zum Essen. Vor traumhafter Strandkulisse gab es ein fantastisches Viergänge Menü, während im Hintergrund ein Chor trällerte. Abends kamen dann noch Hassan und Nelson nach Kande. Am 25. ließ ich es mir dann am Strand gut gehen und entspannte ein wenig. Früh am 26. fuhr ich dann erst per Anhalter, dann im Bus Richtung Süden nach Salima und von dort in das kleine Dorf Chezi wo ich Hanka (eine Weltwärtsfreiwillige von einer anderen Organisation) besuchte. Am nächsten morgen sind wir von dort nach Lilongwe gefahren und auf Lena, ihre Schwester Sophi und Hendrik getroffen. Zu fünft sind wir daraufhin mit dem Minibus weiter nach Cape Maclear an den See ganz im Süden gefahren. Nach einem ziemlich unschönen Betrug am Busbahnhof und einem Platten auf den letzten Metern sind wir nach 5 Stunden etwas zerknittert in Cape Maclear angekommen wo wir auf Manuel, Rieke und Lusie trafen und unsere Zimmer für die nächsten 7 Tage bezogen.
Die ersten Tage in Cape waren unglaublich entspannend und ruhig. Die Lodge unmittelbar am Strand gelegen war genau das Richtige für uns. Nicht so ganz perfekt (mit nur einem Klo für alle Gäste) aber super nett geführt. Am Folgetag machten wir eine halbtägige Bootstour auf eine Insel nicht weit von Cape. Wir waren wundervoll Schnorcheln, es gab Mittagessen auf der Insel frisch vom Grill und wir konnten Seeadler beobachten.
In den Folgetagen bis Silvester wurde es immer voller in Cape und es reisten auch immer mehr Freiwillige an, bis wir an Silvester ca 20 Leute waren. Am 30. raffte mich dann leider die Malaria dahin und ich verbrachte Neujahr mit den schönsten Symptomen zwischen Bett und Liegestuhl. Glücklicherweise hatte ich sofort meine Medikamente genommen und so ging es mir nach 3,5 Tagen wieder ganz gut, sodass ich am 02.01 mit Manuel, Rieke und Ruben weiter Richtung Süden reisen konnte.
Nach den ersten Kilometern machten wir erst mal einen frühstücks-Zwischenstopp in Mangochi. Dort haben die beiden Freiwilligen ein Haus direkt am Strand und wir genossen ein paar Minuten Ruhe bevor die Reise weiter ging. Nachmittags erreichten wir dann das winzige Einzimmerhäuschen von Chris bei Zomba, luden unsere Rucksäcke ab und fuhren nach Zomba rein. Die 30km in die Stadt erwischen wir wieder eine geniale Mitfahrgelegenheit in einem nagelneuen klimatisieren Toyota. Nach den vielen Kilometern im Minibus wahrhaftig paradiesisch! In Zomba erkundeten wir den Markt und kauften für das Abendessen ein. Zomba liegt am Fuße des Zombaplateaus und war bis zur Unabhängigkeit die Hauptstadt Malawis. Ein wirklich schön angelegter Ort mit einem zauberhaften ruhigem und sauberen Markt.
Nach einer Nacht in Chris Hütte (ohne fließend Wasser) fuhren wir am nächsten Morgen auf das Zombaplateau. Oben angelangt gab es erst mal einen frischen Cappuccino (den ersten seit über 4 Monaten) auf der traumhaften Panoramaterrasse im vier Sterne Sunbird Hotel. Danach ging es bei wechselndem Regen zu Fuß so hoch auf den Berg wie wir konnten und wir genossen eine traumhafte Aussicht. Wieder unten Angelangt machten wir uns mit dem Minibus auf den Weg nach Blantyre (die Wirtschaftsmetropole Malawis – und von den Dimensionen her eher eine Hauptstadt als Lilongwe). Dort übernachteten wir bei den Freiwilligen im Stadtteil Limbe, aßen abends beim Äthiopier und genossen das (Groß)stadtflair.
Am Folgetag (Freitag 04.01) fuhren wir dann alle ganz in den Süden Malawis an den Fuß des Mount-Mulanje nach Mulanje. Die Freiwilligen dort hatten uns alle in ihr RIESIGES Haus mit bombastischem Garten zu einer Party eingeladen. Nachmittags fuhren wir dann zu siebt noch zum Berg und wanderten eine Stunde zu einem Wasserfall. Abends bekam ich von der Party dann nur noch das Essen mit, nach den ersten zwei Drinks war ich dann völlig am Ende und musste erst mal schlafen.
Samstag fuhren wir dann wieder nach Blantyre wo wir nachmittags noch ins Kino gingen. Malawis einziges Kino(!) – der Film war zwar unnötig, aber das Kinoflair unbezahlbar gut (wie zuhause – und wie bequem diese Sessel sind – ich glaube ich habe noch nie so bequem gesessen hier :D )!
Nachmittags ging es dann im Bus zurück nach Lilongwe und am Sonntag fuhr ich dann gleich weiter nach Kasungu.
Hier bin ich nun wieder zurück nach 4 Wochen und der Alltag holt mich schon in den ersten Stunden zurück :)
Wäsche waschen, putzen, Garten... Auf der Arbeit ist der Router einer Überspannung zum Opfer gefallen, alle wollen aber sofort wieder Internet, das Intranet mag auch nicht so nach ca 30 Stromausfällen in meiner Abwesenheit, einige Rechner sind wieder gestorben... und so stürze ich mich wieder Kopfüber in die Arbeit. Kasungu hat außerdem in meiner Abwesenheit seine Farbe gewechselt. Von Rot zu Grün. Seit dem es Regnet ist ALLES grün geworden. Wirklich unglaublich. Ich schau mal, dass ich ein vorher/nachher Foto hinbekomme :)
In zwei Wochen ich schon unser Zwischenseminar mit allen Freiwilligen in Salima... man man man... wie die Zeit vergeht.
Ich schau mal, dass ich noch ne Karte mit meiner Reiseroute der letzten Wochen anhänge.

Die Reiseroute
Und der Link zur Karte:
https://maps.google.com/maps/ms?msid=206500465285734118951.0004d2c64de3b488a2299&msa=0&ll=-13.923404,36.320801&spn=6.512275,9.876709

Neue Bilder sind auch online :)

1 Kommentar:

  1. was für einmalige Reiseerlebnisse. Und danke, dass du uns so ausführlich teilhaben läßt. :-)
    MuP

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