Neue Bilder online.
Wieder ist eine Woche in Kasungu rum und ich kann sagen,
dass langsam so etwas wie arbeitsalltag eingetreten ist. Allerdings waren die
letzten Tage am TTC auch so vollgepackt wie selten und ich bin Abends doch erst
immer spät zuhause.Die letzte Woche begann Montags mit einigen Meetings bezüglich der Vorkommnisse am Movie-Night Freitag. Insbesondere Medinas unangenehmen Begegnung mit einigen Studenten sorgten bei den Verantwortlichen Jörn, Renata und dem Principal für Betroffenheit. Auch das Verhalten der Studenten während des Filmabends wurde nochmal durchgesprochen und wir haben im Grunde volle Unterstützung aller Verantwortlichen bekommen. Renata besuchte uns am Montag nochmal kurz auf dem Weg nach Mzuzu, holte den PC ab den ich am Wochenende fertig gemacht hatte und brachte uns eine Luftpumpe und einen Handfeger mit :) ! Und weil sie nun schon da war, traf sie sich eben gleich bezüglich der Vorkommnisse mit dem Pricipal! :)
Am Dienstag hatte ich dann meine wöchentliche Stunde mit dem
Studenten – vorerst die Letzte zu zweit da es ab nächster Woche einen Kurs mit
mehreren Teilnehmern geben wird.
| Advanced Lesson (Vorsitzender, Stellvertreter, Student) |
Mitte der Woche ereilte mich in mitten der Erstellung einer
Liste benötigter Teile die Meldung, dass das Internet bald wieder funktionieren
sollte. Hey ho... nach 2 Monaten :D. Außerdem verlegte der TTC Handwerker das
Netzwerkkabel in den inneren Trakt des TTC, sodass ich diesen nun auch nach und
nach ans Netzwerk anbinden kann. Mittwochnachmittag waren dann doch Tatsächlich
14 Demo-Lehrer im Basic Lesson und ich konnte mit Medinas Unterstützung die
ersten Grundzüge der Bedienung von Windows erklären. Am Donnerstag war ich dann
den ganzen Tag damit beschäftigt das Internet ans Laufen zu bekommen und den
Internet-Server weiter zu konfigurieren. Die Serverkonfiguration wird mich wohl
noch die nächsten Wochen beschäftigen, bis dann alle nutzerspezifischen
Einschränkungen und Befugnisse konfiguriert sind. Und um die Woche zu
komplettieren fand am Freitag dann Tatsächlich das erste ITC-Komitee treffen
statt. Heißt im Klartext: In den nächsten Meetings werden wir nach und nach
Strukturen aufbauen, wie die Computer zu nutzen sind, Verantwortlichkeiten
verteilen, Regeln aufstellen, Unterrichtsstrukturen erstellen und Aufgaben an Mitarbeiter
binden. Im großen und ganzen verlief das Meeting auch sehr kooperativ, wenn
auch langsam und nicht sehr effizient... aber ich bin schließlich in Malawi.
Nur ein Mitglied des Komitees musste erst lernen, dass man Kollegen aussprechen
lässt und nicht jeden Vorschlag torpediert. Trotzdem eine bereichernde
Erfahrung zu lernen, wie man mit ignoranten und besserwisserischen Unsympathen
im Team umgeht.
Insgesamt war das Meeting aber wirklich ein Schritt in die
richtige Richtung und der Vorsitzende, sein Stellvertreter und auch einige
andere Mitglieder sind wirklich sehr bemüht – ja fast schon engagiert.
Das Wochenende sollte dann sehr entspannt werden und ich
hatte Zeit unseren Garten von jeglichem Laub zu befreien und zu pflegen. Neben
zwei Einkäufen und der Reparatur eines Fahrrades ist dann auch nicht viel
passiert. Samstag Abend haben wir uns zuhause Chickenburger mit Käse gegönnt
und den Beamer angeschmissen.
| Feierabend |
Sonntags kamen nachmittags dann Judith und Till zum Grillen
und wir ließen das sehr entspannte Wochenende sehr entspannt bei gutem Essen
und Bier ausklingen.
Der gestrige Montag war dann auch gleich wieder so voll, dass
ich keine Zeile in meinen Blog schreiben konnte und den ganzen Tag am TTC
beschäftigt war. Meine Projekte kommen langsam ins Rollen und so springe ich Täglich
zwischen Verwaltung, Administration, Lehre und Planung künftiger Vorhaben hin
und her.
Montagabend fand dann gleich das zweite Meeting statt in dem das Komitee feste Regeln aufstellen sollte. Leider war ich der einzige der wirklich Vorbereitet war. Auf der anderen Seite musste ich aber auch erst mal genauestens erklären wie das künftige Netzwerk aufgebaut sein wird und welche Vorkehrungen getroffen werden müssen um es stabil zu halten.
Das Hauptproblem im Zusammenhang mit PCs hier in Malawi sind definitiv Vieren die durch USB-Sticks übertragen werden. Mangelndes Internet führt zu nicht vorhandenem Vieren Schutz, mangelnde Kenntnisse zu unvorsichtigem Umgang mit Daten (aus dem Internet) und mangelnde Drucker zum ununterbrochenen Einsatz von USB Sticks. Man stelle sich das ganz einfach vor: Es gibt einen PC mit Drucker und alle rennen mit ihren Sticks von überall (TTC PCs, Laptops, Privatrechner...) zu diesem Computer zum Drucken. Infiziert der Erste des Tages den Rechner mit seinem Stick, sind am Ende des Tages alle Sticks infiziert und am nächsten Tag auch alle Rechner. Also müssen Sticks am TTC eben ganz abgeschafft werden und Netzwerkdrucker, Netzlaufwerke und sicheres Internet den Datenaustausch durch USB-Sticks ablösen. Auch die (sehr moderate) Beschränkung von privater Nutzung des Internets war Thema. Bisher waren die PCs Hauptsächlich zum downloaden und streamen von Musik, Videos, Software, Fussballstreams am Werke. Bei der hiesigen Bandbreite (Geschwindigkeit des Internets) ist natürlich im Handumdrehen jegliche Kapazität der Leitung durch derartige Inhalte belegt.
Montagabend fand dann gleich das zweite Meeting statt in dem das Komitee feste Regeln aufstellen sollte. Leider war ich der einzige der wirklich Vorbereitet war. Auf der anderen Seite musste ich aber auch erst mal genauestens erklären wie das künftige Netzwerk aufgebaut sein wird und welche Vorkehrungen getroffen werden müssen um es stabil zu halten.
Das Hauptproblem im Zusammenhang mit PCs hier in Malawi sind definitiv Vieren die durch USB-Sticks übertragen werden. Mangelndes Internet führt zu nicht vorhandenem Vieren Schutz, mangelnde Kenntnisse zu unvorsichtigem Umgang mit Daten (aus dem Internet) und mangelnde Drucker zum ununterbrochenen Einsatz von USB Sticks. Man stelle sich das ganz einfach vor: Es gibt einen PC mit Drucker und alle rennen mit ihren Sticks von überall (TTC PCs, Laptops, Privatrechner...) zu diesem Computer zum Drucken. Infiziert der Erste des Tages den Rechner mit seinem Stick, sind am Ende des Tages alle Sticks infiziert und am nächsten Tag auch alle Rechner. Also müssen Sticks am TTC eben ganz abgeschafft werden und Netzwerkdrucker, Netzlaufwerke und sicheres Internet den Datenaustausch durch USB-Sticks ablösen. Auch die (sehr moderate) Beschränkung von privater Nutzung des Internets war Thema. Bisher waren die PCs Hauptsächlich zum downloaden und streamen von Musik, Videos, Software, Fussballstreams am Werke. Bei der hiesigen Bandbreite (Geschwindigkeit des Internets) ist natürlich im Handumdrehen jegliche Kapazität der Leitung durch derartige Inhalte belegt.
Freiheit für mehr Sicherheit und Stabilität aufzugeben ist
eben immer ein leidiges Thema und so musste ich das Vorhaben lange mit Hilfe
unzähliger Metaphern erklären, bis jeder die Notwendigkeit verstanden hatte.
Letztendlich sprechen aber auch nackte Zahlen in Form von zwei Funktionierenden
aus 30 Rechnern eine deutliche Sprache.
(Insgesamt sollte das TTC so um die 50 Rechner haben). Heute am Dienstag Nachmittag habe ich dann den ersten vorgeschrittenen-Unterricht für Teile des Komitees und meinen Studenten gegeben. Thema Hardware. Computerinnenleben, Funktionen, Reparaturen...
(Insgesamt sollte das TTC so um die 50 Rechner haben). Heute am Dienstag Nachmittag habe ich dann den ersten vorgeschrittenen-Unterricht für Teile des Komitees und meinen Studenten gegeben. Thema Hardware. Computerinnenleben, Funktionen, Reparaturen...
Am Mittwoch folgt nun gleich das nächste ICT-Meeting, in dem
es dann auch zu Regelvorschlägen aus dem Komitee kommen soll.
Danach werden wir morgen bei Till und Judith die Eröffnung
der eingenetzten Terrasse feiern und am Wochenende dann nach Lilongwe fahren.
Es ist erstaunlich wie schnell die Zeit hier vergeht, obwohl die Uhren doch
langsamer gehen sollen. Schon sind die erste 2,5 Monate rum, in Deutschland
fällt der erste Schnell (bei hiesigen 34°C) und Weihnachten rückt näher.
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