Nun sind schon 1,5 Monate Malawi rum... unfassbar :D
Anfang der Woche hatten wir Montag einen wunderbaren Abend mit Ole und Till.
Anfang der Woche hatten wir Montag einen wunderbaren Abend mit Ole und Till.
Feuer im Pizzaofen machen, Bier trinken draußen sein :) .
Auf der Arbeit bewegt sich momentan leider nicht besonders
viel. Die PCs sind wie gesagt fertig und warten auf Internet. Also habe ich
versucht meinen „Ansprechpartner“ des TTC nach 2 Wochen mal wieder zu
erreichen, um ihm mitzuteilen was er zu tun hat damit diese ganze
Computergeschichte mal ins Rollen kommt. Wenn ich hier was tun will muss ich
die „Kollegen“ wohl vor mit her schieben.
Nebenbei bereite ich jetzt ein paar
PowerPoint Folien für den irgendwann beginnenden Unterricht vor. Außerdem habe
ich angefangen mit Leuten zu sprechen um den Mittwochs-Filmabend zu etablieren.
Die Studenten sollen dazu (wie an anderen TTCs üblich) einen kleinen
Eintrittsbeitrag entrichten, der dann für TV und Radio für die Studenten
verwendet werden kann. Natürlich ist irgendwie keiner verantwortlich für
nichts, ich kann jedoch nicht einfach ohne Rücksprachen die Assambly-Hall und
die Musikanlage nutzen oder den Studenten für irgendwas Geld abknöpfen. Dieses
Projekt wächst also in der kollektiven motivationsdürre ausnahmsweise etwas
langsamer. Aufgrund penetranten Stromausfalls der sich am Donnerstag
gleich über den ganzen Tag zog, musste die Arbeit leider hin und wieder
ausfallen und ich konnte in der Stadt einkaufen oder mich informieren wann der
Bus am Wochenende Richtung Mzuzu fährt. Nach 24 Stunden Stromausfall hatten wir
dann auch praktischerweise gute 48 Stunden kein Wasser. Wären wir nicht nach
Mzuzu abgereist hätte die Wasserlose Zeit vielleicht noch länger gedauert. Am
Montag war das Wasser aber wieder da.
Unser Worker hat es diese Woche geschafft einen Zaun zu
bauen. Am ersten Tag unfassbar schnell, motiviert und hochwertig. Leider habe
ich mich etwas zu früh über seine tatkräftige Arbeitsweise gefreut... Die
Folgetage wurde dann auf 10% qualitäts-und tempoflamme gearbeitet. Mal sehen
wann er kommt (vielleicht will er ja mal sein Gehalt abholen... :D ). Dann muss
er nochmal ran.
Unser Gemüse hat es doch tatsächlich geschafft! Auch wenn es
anfangs ganz übel aussah, wachsen nun Basilikum, Salat, Pepper und Tomaten
bestens. Die Tage können wir ein zweites Beet anlegen :)! (Und vielleicht einen
Kompost)
Am Donnerstag war ich dann um 5 Uhr auf dem Sportplatz bei
Sonnenaufgang mit Medina Joggen... Mein Erfolg? Ich sag mal konditionell
ausbaufähig :D
Am Freitag gegen 11h habe ich dann Hanka (Freiwillige aus
der Nähe von Lilongwe) am Busbahnhof in Kasungu abgeholt. Nach einem
Minieinkauf und einem Zwischenstopp beim Geldautomaten sind wir dann nach Hause
gefahren und haben zu dritt Mittag gegessen. Um 13 Uhr sind wir dann in Kasungu
in und sind nach einer kühlen Cola im Garten des Hotels in den Axa-Bus (Deluxe)
nach Mzuzu gefahren. praktischer Weise waren alle Sitzplätze belegt und dem
malawischen Service nach kam auch erst mal keiner der 7 Axa-Mitarbeiter darauf
uns einen ihrer Plätze anzubieten.
Wie auch immer sind wir nach 3,5 Stunden in Mzuzu gewesen wo
wir auf Henrika und Manuel trafen :).
Ab ins Taxi und bei bester Musik die 1,5 Stunden die Straße
am See runter Richtung Chinteche fahren. Mit 4 Mann auf der Rückbank mussten Manuel und ich dann den Roadblock auf halben Wege zu Fuß überqueren und 100
Meter nach der Polizeikontrolle wieder ins Auto steigen. So einfach ist das :D
Als wir um 20 Uhr am Chinteche Inn bei Moonrockfestival
ankamen standen wir mit dem Taxi erst mal 10 Minuten vor dem Tor. Ich (auf dem Beifahrersitz)
wurde nach meinem Namen gefragt... und woher ich sei...
... nach 3 Minuten am Funkgerät meinte der Wächter dann,
dass es ihm leid tue aber er glaube, dass sie keinen Künstler Namens Jonas aus
Mzuzu erwarten.
Ich bin vor lachen fast aus dem Fenster gekippt...

Das Festival-Wochenende konnte beginnen... wir schlugen
gleich am Strand die Zelte auf und holten uns ein Ankunftsbier. Die nächsten 50
Stunden waren vor allem feiern, chillen, schwimmen, tanzen, und feiern in der
perfekten Location am weißen Sandstrand des upperclass Hotels „ChintecheInn“...
Auf dem Festival lernte ich Hassan den genialsten Pakistani aus Mzuzu und Nelson,
der in der Malawischen Basketball Nationalmannschaft spielt kennen. Es war das
Perfekte Wochenende mit 15 Freiwilligen und hunderten anderen feierwütigen. Die
Malawische Seeluft verhindert wohl jede Katererscheinung und selbst 7 Stunden
schlaf scheinen für 3 Tage zu reichen :D
Der See war wieder der Megatraum. Morgens früh glasklar,
weißer Sand und glatt wie ein Spiegel. Keine 4 Stunden später (ohne Übertreibung)
über 1 Meter hohe Wellen wie ich sonst nur vom Meer kenne.

Und ich habe letztendlich herausgefunden, dass die
malawische Sonne entgegen aller Erwartungen doch dazu in der Lage ist mich
völlig zu verbrennen :D
Sonntagabend fuhren wir dann mit Hassan, Nelson, Medina und
Marlene nach Mzuzu und hatten ein fantastisches Abendessen bei einem Inder. Danach
konnten wir bei Marlene übernachten um Montag morgens um 6.30h den Bus zurück
Richtung Kasungu zu nehmen.
Mal sehen was die kurze Woche jetzt bringt. Ich habe einen
Studenten gefunden (oder besser – er hat mich gefunden) der gerne umfassenderes
Computerwissen aufbauen möchte. Für ihn kann ich nun etwas Unterricht
vorbereiten. Dann kam der Dozent Gondue vom TTC zu mir und bat mich auch ihm
erweiterte Fähigkeiten zu vermitteln. Nicht zu vergessen McKnite, den ich je
nach Motivation auch in die Administration einbinde.
Außerdem hoffe ich die 4 Laptops der Norweger bald zu
bekommen um diese für den Unterricht zu benutzen.
Ole der verrückte war am Wochenende mit dem Fahrrad in
Sambia und ist zum Nationalpark gefahren :D ...der ist leider, leider auch nur
noch zwei Wochen in Kasungu, reist dann noch einen Monat und fliegt zurück nach
Norwegen...
So viel aus dem immer noch schrecklich heißen Kasungu :D
Mal sehen ob ich noch ein Youtube-Video von einem
fantastischen malawischen Party-Song anhängen kann (gibt einige Songs :D ):




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